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Geschichte

Turnerhütte vor dem Brand von 1932 Die Turnerhütte (Turnerova chata; ursprünglich Thurnerhütte) wurde mitten in der wunderschönen Naturlandschaft des mittleren Böhmerwaldes an der Mündung des Pucherbaches ( auch Haidlerbach; Zhůřský potok) in den Fluss Widra (Vydra) erbaut. Dem Rauschen der Wildbäche verdankt der Böhmerwald übrigens seinen tschechischen Namen Šumava.

Oberhalb der heutigen Turnerhütte in den so genannten Pucherhäng wurde im 18 Jahrhundert Quarzsand für nahe gelegene Glashütten abgebaut. Die Waldstraße entlang des Pucherbaches und der Widra diente der Holzabfuhr.

Im 19. Jahrhundert stand an der Stelle der heutigen Gastwirtschaft zunächst ein schlichtes Blockhäuschen. Dem 1888 veröffentlichen " Führer durch den Böhmerwald" zufolge diente es " dem Strassenmeister als Zufluchtsstätte und Schlafgemach " während des Weiterbaues der Fahrstraße entlang der Widra bis nach Antigel (Antýgl).

Den 1864 begonnenen Straßenbau schilderte auch der Schriftsteller Kar(e)l Klostermann (1848- 1923):

   " Vor rund 20 Jahren baute man hier eine kleine Straße, die entlang der Widra durch das Schachtelei genannte Tal führt; diese kleine Straße; die heute jeder Tourist in guter Erinnerung hat, öffnete eines der malerischsten Gegenden des ganzen Böhmerwaldes; die Bergreichensteiner Gemeinde ließ sie bauen, damit sie der Holzabfuhr aus diesen ihr gehörenden, lange ungenutzen Wäldern dient. Es war damals lebhaft entlang des Flusses; den ganzen Tag lang donnerten die Detonationen der Pulver- oder Dynamitladungen, die das harte Granitgestein rissen, durch das sie Straße geführt wurde."

Vom " Straßenbaumeister Thurner, dem Erbauer der Straße durch die wilde Schachtelei" erhielt laut Innergefilder Überlieferung auch das bereits erwähnte Blockhäuschen seinen Namen. Der " Führer durch den Böhmerwald" stellte bereits 1888 fest, dass " dieses Häuschen (Thurner Hütte) ungemein romantisch gelegen" sei, " weshalb man dem genannten Manne zu Dank verpflichtet sein muss, dass derselbe gerade hier ein paar Tische und Bänke zum Ausruhen für Touristen errichtet hat".

Eines dieser Tische und zwei Bänke sind auch auf den ältesten Postkarten aus den 1880er Jahren zu erkennen.

1908 ließ die Gemeinde Bergreichenstein in typischer Holzarchitektur die Gastwirtschaft " Thurnerhüte" errichten, für die 1909 auch eine Ausschankkonzession erteilt wurde. Die außergewöhnlich schön gelegene Berghütte bot Erfrischungen nicht nur für Holzhauer, sodern auch für immer zahlreicher werdende Touristen.

So wurde die Turnerhütte zu einem viel besuchten Ort, sie diente auch als Ausgangspunkt für Ausflüge in das gesamte Widratal. Ansichten der Hütte aus den Jahren 1922 bis 1940 finden Sie auf der Website Stará Šumava (Alter Böhmerwald).

Zum Pachtvertrag gehörte, dass nur Bergreichensteiner Bier gezapft werden durfte. Die Pächter waren zumeist Frauen, deren Männer als Förster oder Arbeiter in den umliegenden Bergreichensteiner Wäldern tätig waren. Man sprach Deutsch and Tschechisch, wie auch die meisten Besucher. Als Spezialität wurden Forellen geboten, die Fischer aus den umliegenden Ortschaften geangelt wurden.

1932 brannte die Turnerhütte nieder. Über die Brandursache gibt es keine gesicherten Angaben: die Unterreichensteiner Pfarrchronik führt einen schadhaften Kamin an; laut der Tochter des damals ermittelnden Gendarmen aus Unterreichenstein (Rejštejn) fing das zur Forellenzubereitung verwendete Öl Feuer.

Obwohl die Gemeinde Bergreichenstein die Turnerhütte umgehend wiederaufbauen wollte, zog sich das Vorhalben üben mehrere Jahre hin. Schließlich wurde erst 1938 mit dem Bau begonnen, der ein Jahr später großteils abgeschlossen wurde - in jener Form, in der wie die Thurnerhütte noch heute kennen.

Verpachtet wurde die Hütte nur kurzfristig vor Kriegsende. Nach 1945 kam der Fremdenverkehr im Böhmerwald nur allmählich in Schwung. Auch die Turnerhütte wurde neu verpachtet. Nach der KP-Machtübernahme wurde die Hütte kurzfristig verstaatlicht. Später diente die Turnerhütte als Erholungsheim für Mitarbeiter mehrerer ebenfalls verstaatlichter Firmen, in er Gastwirtschaft konnten jedoch auch andere Besucher des malerischen Widratals Rast machen.

Nach den Wende von 1989 ging der letzte halbstaatliche Besitzer Pleite. Der neue Eigentümer hat die Thurnerhütte seit 1998 aufwändig rekonstruiert. Zielsetzung war, der Hütte nach Möglichkeit ihr ursprüngliches Aussehen von 1939 zurückzugeben.

Die Thurnerhütte bleibt bis heute einer meistbesuchten Ausflugsziele des Böhmerwaldes. Sie bietet auch Unterkunft in sechs Zweibettzimmern.

Einstige Tourenkleidung Turnerhütte im Jahr 1947

 

 

 

 

 

Die Umgebung fand auch ihren Einzug in die Literatur. Insbesondere der Schriftsteller Karel (Karl) Klostermann schöpfte aus dieser Gegend zahlreiche Themen und Motive für seine "Böhmerwaldskizzen" und Romane. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg ließ sich hier zeitweilig der Landschaftsmaler Otakar Nejedlý nieder, der zahlreiche Widra-Motive in sein Werk aufnahm. Auch der Maler Josef Navrátil und sein Sohn malten hier.

Holztransport, eine Aufnahme aus dem Jahr 1925 Turnerhütte im Jahre 1926 Bereits 1867 inspirierte das betörende Rauschen des Flusses den tschechischen Komponisten Bedřich Smetana während seines Aufenthalts in Čeňkova pila (Vinzenzsäge) zu seiner symphonischen Dichtung "Die Moldau" (Vltava). Als Gäste des Sägewerkerrichters, des Prager Holzhändlers Čeněk (Vinzenz) Bubeníček, pflanzten dort Smetana und seine Freunde Fichten, aus denen später mächtige Bäume wurden.


 Der Fluss Vydra (Widra) war auch für den bekannten tschechischen Maler Josef Váchal eine wichtige Inspirationsquelle.

Die Vydra - Holzschnitt in Farbe (aus dem Buch »Der Böhmerwald im Sterben und romantisch« von Josef Váchal) Die Vydra, aus den Ufern getreten, 1933