Chata je ve dnech 10. až 30. dubna 2012 uzavřena!
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Das Vydratal (Widratal), ein fast 12 km langes Tal des Bergflusses Vydra (dt. Widra) zwischen Modrava (Mader) und Čeňkova Pila (Vinzenzsäge), erfasst teilweise die Kernschutzzone des Nationalparks Šumava und zählt bereits seit den Anfängen des Tourismus Ende des 19. Jahrhunderts zu den meistbesuchten Stellen des Böhmerwaldes. Die Vydra entsteht durch den Zusammenfluss dreier durch Modrava fließender Bäche; zunächst fließt der Filipohuťský potok (Philippshüttenbach) in den Modravský potok (Madersbach), der dann in in den Roklanský/Mlýnský potok (Rachelbach/Großer Müllerbach) mündet und den romantischen Bergfluss Vydra entstehen lässt.
Im oberen Flussverlauf unterhalb der untergegangenen Ortschaften Vchynice (Chinitz) und Tetov (Tettau) wurde das Flussbett teilweise reguliert, um Holz zu schwemmen, ab der Nadelbrücke am Anfang des Schwemmkanals blieb Vydra allerdings von Menschenhand unberührt. Unterhalb von Antýgl (Antigelhof) beginnt der wildeste Abschnitt der Vidra, die hier in einem tiefen Canyon fließt, bis zum Zusammenfluss mit dem Fluss Křemelná unterhalb von Čeňkova Pila (Kieslingbach/Kiesleitenbach), durch den der Fluss Otava (Wottawa) entsteht.
Die Vidra fließt hier mit hohem Gefälle reißend in einem Flussbett mit vielen Felsblöcken und Stromschnellen, das sich wälzende und schäumende Wasser stößt laut auf Steine, bildet kleine Wasserfälle und zahlreiche Strudel. Auf der linken Talseite sind Felsformationenen zu sehen, Hrádky (Schlösselwald) genannte Wackelsteine, auf der rechten Seite dann geröllartige Steinmeere.
Dieses einst nahezu unzugängliche Tal, auch mal Kláříno údolí (Klaratal) und die Schachtelei genannt, lebte zu Zeiten einer Borkenkäferplage auf. 1888 wurde entlang dem rechten Vydraufer der Maderweg angelegt, um das gefällte Holz abtransportieren zu können, der heutige Naturlehrpfad. Auf tschechisch scheint die Bezeichnung Povydří (Widratal) erstmals in Baštas Reiseführer von 1908 auf.